Meeresspiegelschwankungen
- Ursachen, Folgen, Wechselwirkungen -
Basierend auf einem gleichlautenden, in "Wechselwirkungen"- Jahrbuch 1992 der
Universität Stuttgart (S. 112-127) erschienenen Artikel (1993 publiziert).
Ein frecher Prolog: Mensch und Meeresspiegel
In der kurzen Zeit seit Beginn des industriellen Zeitalters ist der Meeresspiegel
um etwa 10 cm angestiegen (Abb. 1 und 2). Fänden zukünftige Geologen
in Gesteinsschichten Hinweise auf einen so schnellen Vorgang, so würden die
meisten dies, dem Zeitgeist folgend, als ein katastrophales, mindestens aber dramatisches,
sicher jedoch anorganisches Ereignis interpretieren. Scharen von Diplomanden würden
ausgeschickt, um emsig nach Zeugnissen von Gewalt und Zerstörung zu suchen;
der Chef persönlich hätte ein scharfes Auge auf Relikte eines Meteoriten-
oder gar Asteroideneinschlags - denn hausgemacht (oder "geogen", wie er sich sicher
ausdrücken würde) könne so etwas ja wohl nicht sein. Unsere Geologen
wären entsetzt, würden sie die Wahrheit erfahren: daß nämlich
ein einzige Spezies Tier für den Schlamassel verantwortlich ist, dessen Spuren
sie allenthalben zusammen mit den Zeugnissen des ominösen Meeresspiegelanstiegs
finden:
globale Ausrottung von Pflanzen- und Tierarten (waren die denn alle krank?),
völlig unerklärliche Anhäufungen von Artefakten (große
Teile der Population dieser Spezies müssen wohl davon gelebt haben, seltsam
zerbrochene, offensichtlich unbrauchbare Artefakte an die unwahrscheinlichsten
Stellen zu verbringen - man fand sogar zylindrische Körper in Tiefseeablagerungen),
extrem lange, meistens gerade Streifen von verfestigten Kiesen mit bituminöser
Deckschicht (??)
und schließlich Konzentrationen meist wabenartiger steinerner Strukturen
mit punktuell hohen Metall- und Zellulosekonzentrationen, in denen die Individuen
dieser Spezies, Lebewesen mit reichlich Weichkörper und in der Regel
schlecht erhaltenem Innenskelett, wohl gelebt haben müssen wie Fische
im Korallenriff. Und das alles in Hundert Jahren, unterhalb der Genauigkeitsgrenze
geologischer Altersbestimmung ! Und irgendwas müssen die getan haben,
daß mittendrin in dieser Episode plötzlich die sonst so verläßliche
radiometrische Altersbestimmung mit 14C nur noch Unsinnszahlen hergibt ...
.
Abb. 1: Historische Temperaturabweichungen vom Mittel und langfristiger
Trend für die Nordhalbkugel (Kurven a und b) und die Südhalbkugel
(Kurven c und d) (nach Ghil & Vautard, Nature, 350: 324 - 327, 1991)
Abb. 2: Atmosphärische CO2-Konzentration (in
ppm, gestrichelte Linie, rechts mit jahreszeitlichen Schwankungen), Meeresspiegelanstieg
(gemessen über die Gezeitenganglinien, gepunktete Linie), globale durchschnittliche
Oberflächentemperatur (Abweichungen vom Mittel in oC, dünne
Linie) und Temperatur-Langzeittrend für die Nordhalbkugel (fette Linie)
(nach Baggeroer & Munk, Physics today, 9: 22 - 30, 1992, Gornits et al., Science,
215: 1611 - 1614, 1982 und Ghil & Vautard, Nature, 350: 324 - 327, 1991).s
Wir, die Hauptdarsteller in diesem Stück, die Ausrotter, Verschmutzer und
Meeresspiegelheber, wir sind betriebsblind für derlei; könnten die genannten
Geologen uns befragen, sie würden aus unseren Erläuterungen nicht schlauer:
Bruttoinlandssozialprodukt, Jahreslangstreckenkilometerleistung, AusführungsverordnungzurEGtomatenvernichtungs-kontingentierung,
Antiluftluftwasserbodenmissiles, Fluorchlorkohlenwasserstoffe und anderer Unsinn.
Wir könnten ihnen sogar erzählen, daß der Meeresspiegel in den
letzten 50 Jahren mit Raten zwischen 1,3 und 3,3 mm/Jahr angestiegen ist. Schaubilder
würden wir ihnen zeigen (Abb. 1, 2 und 3), in denen man sieht, wie die Temperatur
schön parallel zur atmosphärischen CO2-Konzentration ansteigt.
Etwas betreten (man ist ja schließlich umweltbewußt) würden wir
ihnen anvertrauen, daß die Vereinigten Staaten alleine im Jahr 1989 73370
x 1015 Joule Energie umgesetzt haben, äquivalent zu 4,8 x 109 Tonnen CO2,
37 x 106 Tonnen anthropogenem Methan und 130000 Tonnen Fluorchlorkohlenwasserstoffen.
Zahlenspielchen würden ihnen zeigen, daß der bisher bekannte Temperaturanstieg
darauf hindeutet, daß bei einer Verdopplung der vorindustriellen atmosphärischen
CO2-Konzentration der globale Temperaturanstieg nur 1,5oC
beträgt (mit etwas schiefem Lächeln würden wir hinzufügen:
"unsere Wissenschaftler, diese Hofnarren der Demokratie, nennen das Klimasensitivität").
Die gleichen Zahlenspielchen würden ihnen auch zeigen, daß wir im Jahr
2100 eine um 2,5oC höhere Durchschnittstemperatur haben und eine
CO2-Konzentration von 1200 ppm, wenn wir weiter so über die Autobahn
und durch den Schornstein heizen wie bisher (Abb. 3 und 4). Stolze 1500 ppm CO2
hätten wir erreicht, wenn alle fossilen Brennstoffe eingeschürt wären.
Und dabei wäre noch gar nicht die Wirkung der anderen Treibhausgase (NOx,
N2O, CO, CH4 und andere Kohlenwasserstoffe) mitberücksichtigt, die immerhin
heute schon ein Zehntel der anthropogenen Emissionen ausmachen. Halt ! würden
da die Geologen rufen, das kennen wir doch schon ! Wie war das doch im späten
Jura und in der Kreidezeit ? Da hatten wir doch zwischen 800 und 1200 ppm atmosphärische
CO2-Konzentration; allerdings war damals der Meeresspiegel 270 m höher
als heute, maximal wohlgemerkt. Oh ! würden wir da rufen, da müssen
wir zuerst aber mal unsere Hofnarren befragen, was das wohl bedeutet ... .
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Abb. 3: Der gemessene historische Temperaturwechsel (Abweichungen
vom Mittel in oC, dünne Linie) stimmt sehr gut mit einer
"Klimasensitivität" von 1,5oC überein (gestrichelte
Linie). Klimasensitivität bedeutet die Temperaturerhöhung nach
Verdopplung der vorindustriellen CO2-Konzentration. Die historische
Erhöhung der CO2-Konzentration (fette Linie, linker Teil)
verläuft etwa im selben Trend. Die "Business as usual"-Vorhersage für
die CO2-Konzentration geht von ungebremstem Energiekonsum aus,
die "Constant emission"-Vorhersage setzt neben einer Einschränkung
des Energiekonsums eine beträchtliche Fixierung von atmosphärischem
CO2 in kalten polaren Wässern voraus (nach Schlesinger &
Jiang, Nature, 350: 219 - 222, 1991 und Joos et al., Nature, 349: 772 -
776, 1991). |
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Abb. 4: Der zu erwartende Temperaturanstieg bis zum Jahr
2100 für die beiden in Abb. 3 genannten Szenarios (nach Schlesinger
& Jiang, Nature, 350: 219 - 222, 1991). |
Das Orakel oder: Wissenschaftler geben nie eindeutige
Antworten auf simple Fragen
Vorhersage menschengemachter Meeresspiegeländerungen
Eine Zunahme des Treibhauseffektes wird sehr wahrscheinlich zunächst das
antarktische Schelfeis und das Inlandseis des alpidischen
Gebirgsgürtels destabilisieren. Gegenläufig dazu könnte eine
globale Temperaturerhöhung jedoch eine Zunahme der Niederschläge aus
dem polaren Ostwindgürtel bewirken: für eine bestimmte Zeit würden
dadurch die antarktischen und grönländischen Eiskalotten eher wachsen
als schrumpfen, bevor sie dann schließlich ganz verschwinden. Folgende Zahlen
werden augenblicklich genannt:
- das Abschmelzen der alpinen Gletscher brachte bisher eine Meeresspiegeländerung
von + 0,5 mm/Jahr. Auf das Jahr 2050 extrapoliert ergibt sich daraus eine
Meeresspiegeländerung von + 0,16 m gegenüber 1990;
- das Anwachsen der antarktischen und grönländischen Eiskalotten
ergab bisher eine Meeresspiegeländerung von -0,45 mm/Jahr (Grönland)
bzw. -0,75 mm/Jahr (Antarktis). Auf das Jahr 2050 extrapoliert ergibt sich
daraus eine Meeresspiegeländerung von -0,3 m gegenüber 1990. Ein
bis 2050 verstärkt einsetzendes randliches Abschmelzen des Grönlandeises
würde allerdings mit +0,08 m zu Buche schlagen;
- die thermische Ausdehnung des Ozeanwassers durch die Erwärmung der
Atmosphäre bewirkt eine Meeresspiegeländerung von +0,2 mm/Jahr.
Auf das Jahr 2050 extrapoliert ergibt sich daraus eine Meeresspiegeländerung
von +0,2 m gegenüber 1990;
- Grundwasserverluste ergaben bisher eine Meeresspiegeländerung von <
+0,2 mm/Jahr. Auf das Jahr 2050 extrapoliert ergibt sich daraus eine Meeresspiegeländerung
von +0,2 m gegenüber 1990.
Die derzeit aktuellen Voraussagen errechnen einen Nettoanstieg des Meeresspiegels
von +0,34 m (+/- 0,42 m -- sie haben richtig gelesen, +/-!) bis zum Jahr 2050.
Ein Anstieg von 30 cm beträfe in erster Linie Tiefländer wie Holland
oder Bangladesch und erhöht das Risiko von Sturmfluten in Ländern wie
beispielsweise den Nordsee-Anrainerstaaten. Wirklich bedrohlich wäre der
Kollaps des westantarktischen Eises; er würde einen Meeresspiegelanstieg
um 6 m bewirken. Das von den meisten Auguren als unwahrscheinlich erachtete totale
Abschmelzen des antarktischen Eises brächte 60 m. Daß es in jedoch
in der jüngeren Geschichte der Antarktis, vor erst 3 Millionen Jahren, eine
beachtliche Abschmelzphase gab, beweist, daß das System im Grunde instabil
und deshalb allemal für große Überraschungen gut ist.
Vorhersage natürlicher Meeresspiegeländerungen
Wir leben zwar augenblicklich infolge der teilweise noch laufenden Kontinent-Kollisionen
im alpidischen Gebirgsgürtel in einer
Zeit sich vergrößernder Ozeanbecken und damit fallenden Meeresspiegels.
Dieser Prozeß ist aber langsam, er bringt eine Meeresspiegeländerung
von weniger als 10-3 mm/Jahr. Es dauert also Jahrmillionen, bis durch solche geologischen
Prozesse genügend Raum geschaffen würde, um eine durch Schmelzwasser
entstandene Meeresspiegelerhöhung zu kompensieren, die innerhalb von Hunderten
bis Tausenden von Jahren abläuft. Außer Vereisung bzw. Abschmelzung
gibt es keine weiteren natürlichen Vorgänge, die kurzfristig den Meeresspiegel
verändern können. Als exotischen Fall könnte man vielleicht noch
Subduktionszonen-Erdbeben mit Magnituden
>8,5 zu nennen. Von diesen ist bekannt, daß sie zu spontanen Nettoreduktionen
des Ozeanvolumens führen (z.B. 1960 vor Chile: -573 km3; 1964 vor Alaska:
-250 km3). Meeresspiegeländerungen von bis zu +1,7 mm sind die Folge solcher
Beben, doch diese werden langfristig wieder ausgeglichen. Als natürliche
Ausgleichsmechanismen für eine menschengemachte Meeresspiegelanhebung sind
solche Beben also kontraproduktiv; außerdem sind sie auch wenig wünschenswert.
Zusammenfassend kann man hier festhalten, daß die vom Menschen verursachten
Veränderungen im System Hydrosphäre-Biosphäre-Atmosphäre
sicher kurzfristig eine Veränderung des Meeresspiegels provozieren (Abb.
5). In so kurzen Zeiträumen sind die Regelnetze des Planeten Erde nicht
imstande, den Anstieg zu kompensieren. Was langfristig geschieht, ist quantitativ
nicht vorherzusagen. Wie wir im Kapitel über den Kohlenstoffkreislauf noch
zeigen werden, kann ein veränderter Meeresspiegel dann auch selbst steuernd
in die Regelmechanismen (besonders das Klima) eingreifen.
Abb. 5: Wassergewinn (rot) und -verlust (blau) der Hydrosphäre
nach Verdopplung der vorindustriellen CO2-Konzentration im Jahre
2050, berechnet nach einem gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modell und ausgedrückt
als relativer Meeresspiegelanstieg in cm. Die Kontinente zeigen die heutigen
Küstenlinien (nach Baggeroer & Munk, Physics today, 9: 22 - 30, 1992 und
Mikolajewicz et al., Nature, 345: 589, 1990)
Wie die Ergebnisse der UNO-"Umwelt"-Konferenz in Rio de Janeiro zeigten und wie
ein Rundblick durch die einschlägige Literatur der letzten zwei Jahre lehrt,
ist kaum damit zu rechnen, daß sich das Verhalten der Menschen in den nächsten
Jahren und damit auch der Trend des Meeresspiegels grundsätzlich ändern
wird. Kettensägen-Darwinismus wird weiterhin Naturphilosophie in den Tropen
bleiben und das Verbrennen fossiler Brennstoffe ist schlechthin die Existenzbedingung
der kapitalistischen Wirtschaft. Wo kämen wir auch hin ? Eine Menschheit
mit reduziertem Energieverbrauch stünde schließlich genauso hilflos
da wie eine Regierung ohne Haushaltsdefizit. Allerdings ist es nicht opportun,
solche Einsichten zu äußern, weil man dann nicht wiedergewählt
wird. Aber wozu hat man schließlich seine Hofnarren ? Einige von ihnen wurden
auf futuristische Untersuchungen angesetzt. Sie möchten doch bitte darüber
nachdenken, wie Lösungen aussehen könnten, die unserer eigenen Bequemlichkeit
möglichst wenig weh tun und gleichzeitig sicherstellen, daß das Geld
in die richtige Richtung rollt ("How the Greenhouse can be staved off without
giving in to the Greens", wie David Jones kürzlich ironisch in Nature bemerkte).
Hier einige Kostproben: man denkt daran, die Südpolarmeere mit Eisen zu düngen,
um über ein verstärktes Planktonwachstum und das "Abregnen" dieses organischen
Materials auf den Meeresboden CO2 aus dem System zu nehmen; man rechnet,
ob sich direkte CO2-Injektion in die Ozeane nicht eher lohnt; man überlegt,
ob dieselben nicht besser gleich global mit Phosphat gedüngt werden sollten;
man könnte es auch den Vulkanen nachtun und "Kühlhaus"-Aerosole (SO2
oder inerten Staub) in der Stratosphäre verteilen, um die Albedo (Rückstrahlung)
zu verstärken und damit die Temperatur zu senken (Jets tragen heute schon
zu einer Steigerung des stratosphärischen Sulfat-Aerosols von jährlich
5% bei); unerreicht preiswert ist es natürlich, einfach wieder mehr von der
guten alten schwefelreichen Kohle zu verheizen und damit den kompensatorischen
Effekt schon in der heimischen Troposphäre zu erzeugen; extravagant wäre
die 20 x 1012 $ teure Lösung des Aufspannens von Schilden aus Aluminiumfolie
im erdnahen Orbit; die Plazierung eines Schildes mit lediglich 2000 km Durchmesser
im Lagrange-Punkt zwischen Erde und Sonne wäre die ultimative Lösung
schlechthin; für die scharfrechnenden Drittweltländer haben wir den
Ersatz abgeholzter Urwälder durch praktische, saubere Eukalyptusplantagen
nach brasilianischem Vorbild im Programm. Nicht nur, daß diese Wälder
unerreicht leicht mit Düngekanone und Powersaws zu bewirtschaften sind, nein,
sie entnehmen der Atmosphäre auch eine respektable Gigatonne CO2
pro Jahr - vorausgesetzt, man verheizt sie nicht gleich wieder - aber schließlich
müssen die da unten auf der Südhalbkugel ja auch ein bißchen Verantwortung
zeigen, nicht wahr. Alle diese Zauberlehrlings-Spielchen bieten selbstverständlich
den Vorteil, daß der Norden auf dem Globus "oben" bleibt. Es nimmt also
nicht Wunder, wenn die Autoren einer kürzlich erschienenen zusammenfassenden
Studie weitere Forschungsaktivitäten zum Thema fordern, zumindest "unless
nasty surprises are assigned a zero probability". Wohlan, Ihr Narren !
Häßliche Überraschungen aus Mutter
Naturs Trickkiste
"Nasty surprises" hält die Erde auch ohne unser Zutun bereit. Studien an
Bohrkernen aus dem grönländischen Eis belegen, daß es während
der letzten Eiszeit ohne erkennbare Periodizität zu Temperatursteigerungen
von bis zu 7oC kam, die sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollzogen.
Andererseits reichte wahrscheinlich ein einziger zweiwöchiger gigantischer
Vulkanausbruch (Toba in Sumatra vor 73 500 Jahren), um mit der Injektion riesiger
Mengen von Kühlhaus-Aerosolen in die Stratosphäre innerhalb weniger
Jahre den letzten Anstoß zum Beginn der letzten Eiszeit zu geben. Obwohl
es nicht sicher ist, ob vulkanische Aerosole wesentlich zur Entstehung einer Eiszeit
beitragen, zeigt sich an diesem Beispiel eine mögliche Wechselwirkung zwischen
Meeresspiegel, Klima und Vulkanismus: isostatische Anpassungen der Erdkruste an
einen veränderten Meeresspiegel oder an veränderte Eisauflast verursachen
Ausgleichsbewegungen in der Asthenosphäre und diese wiederum können
erhöhte vulkanische Aktivität bewirken, besonders während Zeiten
zu- oder abnehmender Vereisung.
Damit ist schon ansatzweise zu erkennen, daß das Phänomen Meeresspiegelschwankungen
nur eine von vielen Variablen innerhalb eines äußerst komplizierten
erdumspannenden Regelnetzes ist. Dieses Netz umfaßt Lithosphäre,
Hydrosphäre, Biosphäre und Atmosphäre ! Unsere Kenntnisse über
die von der Natur ausgetüftelten globalen Steuerungsmechnismen sind noch
sehr bescheiden, reichen jedoch allemal aus, um festzustellen, daß die
Lösung unseres selbstverursachten Problems mittels einer der obengenannten
Maßnahmen aus der Trickkiste des "Geoengineering" mit Sicherheit die Chaos-Komponenten
in diesem System stärken würde.